Vier Jahre nachdem Teile der Reasco AG von einem Gebäudedienstleister übernommen wurden, folgt nun die neue Bezeichnung «Wisag Facility Management Neuhausen AG». Als Nächstes steht eine Zusammenführung an und auch der bisherige Geschäftsführer Thomas Burkhardt erhält eine neue Aufgabe.
Der Neuhauser Gebäudedienstleister Reasco hat einen neuen Namen. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, nennt es sich per Anfang Juli Wisag Facility Management Neuhausen AG. Die Umbenennung erfolgt vier Jahre, nachdem sich Wisag Schweiz die Mehrheitsbeteiligung an der Reasco AG gesichert hat. Jetzt werde diese Integration auch nach aussen sichtbar, heisst es in der Mitteilung weiter.
Unverändert blieben das bewährte Team sowie die regionale Verankerung – der bisherige Reasco-Geschäftsführer Thomas Burkhardt wird neu als «Leiter Transformation» der Wisag Schweiz aufgeführt. Auf Anfrage erklärt er, dass es nun seine Aufgabe sei, die Schweizer Wisag-Gesellschaften zusammenzuführen. Das ist zum einen die ehemalige Reasco AG, zum anderen die Stampfli AG (offiziell: Stampfli AG a Member of Wisag) aus Solothurn, die 2025 übernommen wurde und schweizweit über 2500 Personen beschäftigt. Ein Schwergewicht im Vergleich zum Neuhauser Unternehmen, das zurzeit 50 Angestellte zählt. «Deren Anzahl wird sich mit zunehmendem Geschäftsgang hoffentlich erhöhen», so Burkhardt. Zusammen sollen die beiden ehemaligen Firmen «die Grundlage der Wisag Schweiz» bilden. Gleichzeitig soll diese Einbindung neue Perspektiven für Mitarbeitende und Kunden eröffnen. Das Unternehmen ist wiederum Teil der Wisag-Gruppe, welche knapp 50’000 Angestellte an mehr als 250 Standorten in Europa beschäftigt.
Eine Einheit werden und weiter wachsen
«Wir wollen sowohl als starker Anbieter von integrierten Facility-Management-Leistungen als auch als kompetenter Dienstleister für sogenannte Einzelgewerke wie Reinigung oder technischen Betrieb auftreten», erklärt Burkhardt. Das sei nun, dank des breiten Leistungsspektrums der Mitarbeitenden, möglich. Jetzt gelte es, eine Einheit zu werden. «Es kommt mehr aus einer Hand, wir treten mit überzeugenden Leistungen auf und wollen, auch unterstützt vom Mutterhaus, in der Schweiz kräftig wachsen.»
Er selbst werde künftig nicht mehr nur im Kanton, sondern im ganzen Land unterwegs sein, denn Wisag Schweiz hat hierzulande zwölf Niederlassungen, auch in der Romandie und im Tessin. «Natürlich werde ich auch immer wieder in der Region sein. Ich hoffe, die eine oder andere Inspiration mit nach Schaffhausen bringen zu können», sagt Burkhardt. Denn Neuhausen soll auch in Zukunft ein wichtiger Standort bleiben. «Die Verbindung zum SIG-Areal und weiteren lokalen Industriearealen ist für die Wisag Schweiz einzigartig. Dieses Geschäftsmodell wollen wir ausbauen», so der ehemalige Reasco-Chef.
Der nächste logische Schritt
Zum neuen Geschäftsführer der Wisag Facility Management Neuhausen AG ist Felix Rubey bestimmt worden, der gleichzeitig die Verkaufsorganisation führt. Für Burkhardt ein guter Entscheid: «Felix hat ein ausgeprägtes Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden und auch ein gutes Gespür für die Mitarbeitenden.»
Für den neuen Transformationsmanager ist die Namensänderung der nächste logische Schritt. «Zudem fällt so die Verwechslung mit der Reasco Immobilien AG weg, welche weiterhin als Architekturbüro, Energieberaterin und Immobilienmaklerin auf dem Markt aktiv sein wird. Dass sich die in Neuhausen auftretenden Marken bereinigen, war auch eine einvernehmliche Entscheidung der beiden Firmen.»
Reasco, das ehemalige Spin-off der SIG, hat sich seit der Übernahme durch Wisag stark in Richtung Unterhalt (Facility Management) und Sicherheit (Safety-Dienstleistungen) von Immobilien entwickelt. Die Bereiche Architektur und Vermarktung blieben bereits 2022 ausserhalb der Transaktion; die Bewirtschaftung von Wohnliegenschaften wurde zudem per Ende 2025 eingestellt.